Wuppertaler -, Deutschorden-, Kniprode-, Hermann-Kunz-, Tempelherren-, Dellbrücker -, Johanniterstraße, Stegwiese, Am Steinbergs Weiher, An St. Theresia, Johannes-Stumpf-, Steeger Straße12. Oktober 2019

Etappe Nr. 288, Länge: 6,5 km, Gesamt-Km: 1140,0

Da setze ich mal die Lesebrille auf und schlage „Knip­rodestraße“ nach. Herr von Kniprode war 22. Hoch­meister des Deu­tschen Ordens. Von den Kreuzzügen weht der Wind also her, interessant! Und ha, da ist ein „s“ zu viel bei Google Maps, Deutschordensstraße kam mir gleich komisch vor, ein Straßenname, der den Genitiv beherrscht?!

Mir begegnen jedenfalls keine Ritter, sondern viele Kids, die sich auf den Straßen langweilen. Viel machen kann man in dieser Gegend wohl nicht, nur das Spazierengehen lässt sich vortrefflich ausüben, ich finde es klasse hier. Trotz der vielen Fluchzeuge.


Arnsberger Straße, An der Strunde, Elisabeth-Schäfer-Weg, Dombacher -, Kieppemühler -, Johanniter-, Alte Wipperfürther -, Hochmeister-, Malteser-, Fürstenstraße21. September 2019

Etappe Nr. 287, Länge: 4,6 km, Gesamt-Km: 1133,5

Mit der letzte Sonnentag, den ich erwische; jetzt da ich das schreibe regnet der Ok­to­ber nur. Mal von den schwierigen Namen abgesehen (Kieppemühler mit ie, doppel P und H!) liegt die Gegend – wir sind in Buch­heim – recht ansprechend am „Schleich­weg“ Elisabeth-Schäfer-Weg und daran an­schließend etwas Natur und Acker. Irgendwie nerven mich in den kleinen Straßen die Autos, mag an dem Cermedes liegen, der mir fünf Mal begegnet, aber auch sonst er­scheinen mir die Blechkästen plötzlich de­plaziert. Weniger Autos, das fordere ich! Wisster Bescheid!


Gimborner -, Imbacher -, Steinbücheler Weg,
Am Rosenmaar, Edelrather -, Sengbachweg, Heidenrichstraße, Eifgen-, Wisper-, Neander-, Ahr-, Volme-, Brölweg, An den Buchen
14. September 2019

Etappe Nr. 286, Länge: 4,4 km, Gesamt-Km: 1128,9

Zuerst besuche ich an diesem sonnigen Sams­tag die offenen Ateliers im Atelierhaus Artfactory in Dünnwald, im besonderen die tolle Künstlerin Ingrid Golz. Ihre Art, an Materialien und Farben heranzugehen, spricht mich besonders an. Das ist aller­dings außerhalb meiner Grenzen, deswegen erkunde ich danach einen der entferntesten Zipfel meines Gebietes. Und obwohl die Gegend recht karg ist – auch hier hält nichts die Verschotterung der Vorgärten auf (siehe das Bild #7 Pandakies) – gibt es schöne Bäume, Rost und ein sagenhaftes Schulgelände der Rosenmaarschule. Leider halten die Straßennamen ihre Versprechen nicht, kaum Buchen und kein Rosen-„Meer“, so wie ich das für mich übersetze. Aber wie sagt der Rheinländer? „Schön iset, wo et schön is!“ Stimmt!


Ravensburger -, Reutlinger -, Stuttgarter -, Göppinger -, Hechinger -, Uracher -, Ebers-
bacher -, Kuseler Straße, Madenburger -, Ebernburg-, Altleiningerweg, An St. Franzis-
kus, Alzeyer Straße, Fröscher Weg, Blücher Park
24. August 2019

Etappe Nr. 285, Länge: 5,9 km, Gesamt-Km: 1124,5

Jetzt bin ich mitten in Bilderstöckchen, aber die Menschen sind irgendwo anders. Teilweise ist es (wunderbar) menschenleer und still. Immerhin werde ich auch mal wie­der angesprochen („Hallo Sir, kann ich helfen?“), dabei schaute ich mir nur ge­säg­tes Holz an und versuchte zu ergründen, ob der Baumstumpf um die Ecke – ich zähle mehr als 60 Jahresringe – etwas mit dem Riesen­stapel im Vorgarten zu tun hat.

Dann begeistert mich die Betonkunst am Bau an der Hauptschule Reutlinger Straße, da hat jemand beim Betongießen bestimmt brutal Spaß gehabt. Diese einfachen Formen sind so abwechslungsreich, dass ich wahrscheinlich als Schüler hier mehr Zeit mit dem Be­trach­ten und Beklettern verbracht hätte als mit der Geometrie des Quadrats.

Und kurz vor Schluss nimmt mich ein Garagentor gefangen. Eins von sieben Toren ist so herrlich abgeblättert, deswegen gibt es dazu eine eigene Fotostrecke am Ende. Warum aber bloß nur ein Tor? Die sind alle gleich gestrichen. Kann das der Wind sein?

„Garagentor No¹“


Eisheiligen-, Gotthelf-, Lichtenberg-, Tieck-, Rehorststraße, Aprikosenweg, Blücherpark
10. August 2019

Etappe Nr. 284, Länge: 3,8 km, Gesamt-Km: 1118,6

Lückenfüllen an der A 57, es ist windig und sonnig, macht Spaß. Hier in der Ge­gend fallen mir die vielen Feigenbäume auf, die alle Früchte tragen. So auch viele andere Obstbäume, aber Feigen sind anscheinend sehr beliebt.

Dann überascht mich der Blücherpark mit seiner Riesenbaustelle, der Teich wird neu angelegt. Dafür sind auf den Ab­sperrgittern die verschiedenen Schritte illustriert, incl. der Erklärung, was mit den ganzen Vie­chern los ist, die hier normalerweise leben. Die müssen jetzt eine lange Weile in die Ju­gend­herberge, nicht dass da Lange­wei­le aufkommt. Nee, die sind selbst­ver­ständ­lich alle artgerecht unter­gebracht. Da wäre ich gerne Zeuge gewesen, als die alle ein­gefangen wurden: Schwäne, Fische, Schild­kröten, Mücken, Libellen, Biber, Braun­bären, Bisons, was halt so alles in einem Park direkt an der Autobahn kreucht. Dazu ein Mann vom Amt mit einem Klemmbrett, der die ver­schie­denen Posten abhakt. Check!


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